Die 10 besten Tipps für Besichtigungen

Bei Besichtigungen kann man nichts falsch machen? Aber sicher doch — das zeigt die Praxis.

Sie wollen Ihre Immobilie verkaufen? Dann werden Sie nicht umhinkommen, Interessenten Ihr Eigentum zu zeigen; schließlich kauft keiner eine Immobilie, ohne sie vorher gesehen zu haben. Das bedeutet, dem Thema "Besichtigung" kommt allergrößte Bedeutung zu. Es ist wie bei einem ersten Date. Der erste Eindruck ist entscheidend. Haben Sie sich schon intensiv Gedanken darübergemacht, wie Sie Ihre Immobilie am eindrucksvollsten präsentieren? Falls nicht, dann kann Ihnen dieser Artikel wertvolle Tipps geben.

Tipp 1: Seien Sie zeitlich flexibel

In der heutigen Zeit haben viele einen straffen Terminkalender. Wenn auch Sie nur zu wenigen Zeiten in der Lage sind, eine Besichtigung anzubieten, kann es sein, dass Interessenten sich längst für eine andere Immobilie entschieden haben, bevor Ihr Termin stattfinden kann, obwohl Ihre Immobilie eigentlich am besten gepasst hätte.

Tipp 2: Außen hui!

Das äußere Erscheinungsbild ist der erste Eindruck, den Interessenten von Ihrer Immobilie bekommen. Wir wissen von uns selbst, wie wichtig der erste Eindruck ist! Ihr Ziel sollte sein, dass ein eintreffender Interessent allein durch den Anblick Ihrer Immobilie neugierig wird und es nicht abwarten kann, auch das Innere Ihrer Immobilie anzuschauen. Hierfür ist es hilfreich, wenn Ihre Einfahrt gekehrt und der Rasen gemäht ist. Auch die Beete sollten einen gepflegten Eindruck machen. Räumen Sie herumliegende Sachen so weit wie möglich weg. Wenn Sie Ihr Auto verkaufen, fahren Sie selbstverständlich auch durch die Waschanlage und saugen es innen aus.

Tipp 3: Bereiten Sie einen herzlichen Empfang

Auch wenn niemand eine Immobilie nur deswegen kauft, weil der Eigentümer freundlich ist, hilft eine angenehme Atmosphäre, die gewonnenen Eindrücke positiv zu verstärken. Heißen Sie die Interessenten also herzlich willkommen, und teilen Sie ihnen mit, dass sie alle Zeit der Welt haben, um sich die Immobilie in Ruhe ansehen zu können. Ermuntern Sie sie dazu, Ihnen Fragen zu stellen. Falls Sie einen Immobilienmakler beauftragt haben, bieten Sie an, dass die Interessenten und der Immobilienmakler die Immobilie alleine besichtigen. Das ist von großem Vorteil. Zwar kennt niemand Ihre Immobilie so gut wie Sie. Aber in der ersten Besichtigung geht es nicht darum zu 100% in die Tiefe zu gehen. Im Gegenteil, wenn diffizile Fragen kommen, so wird diese vom Makler aufgenommen und nach der Besichtigung wird mit Ihnen zusammen eine ausreichende und korrekte Antwort formuliert.

Tipp 4: Aufgeräumt und sauber

Eine saubere und aufgeräumte Immobilie macht einen wesentlich größeren und attraktiveren Eindruck. Daher sollten Sie Ihre Immobilie permanent aufgeräumt halten und kurz vor der Besichtigung noch einmal eine Runde mit dem Staubsauger drehen. Vor allem lassen Sie keine persönlichen Sachen herumliegen – diese lenken zu sehr von Ihrer Immobilie ab. Dieses Vorgehen kann auf Dauer recht anstrengend sein, aber es lohnt sich, diese Extraenergie aufzubringen.

Tipp 5: Schaffen Sie ein angenehmes Raumklima

Wenn Interessenten bei Ihnen im Winter frieren und im Sommer schwitzen, werden sie annehmen, dass das auch so sein wird, wenn sie selbst da wohnen sollten. Diese negativen Eindrücke sind unnötig und müssen unter allen Umständen vermieden werden. Sorgen Sie also rechtzeitig für ein behagliches Raumklima. Lüften Sie alle Räume, und bringen Sie die Temperatur in einen angenehmen Bereich. Wenn sich Interessenten bei Ihnen unwohl fühlen, kann es sein, dass die Besichtigungen sehr schnell zu Ende sind und sie sich deswegen kein genaues Bild verschaffen konnten. Das Letzte, was Sie gebrauchen können, sind Interessenten, die es eilig haben, wieder zu gehen.

Tipp 6: Machen Sie Licht

Interessenten wollen Ihre Immobilie genau betrachten, und dafür brauchen sie Licht. Und außerdem, wer zieht schon gerne in eine dunkle Immobilie? Sorgen Sie also dafür, dass alle Räume gut beleuchtet sind – vor allem im Winter oder bei Wolken, aber auch im Sommer bei Tageslicht. Öffnen Sie die Vorhänge, ziehen Sie die Rollläden hoch, und lassen Sie das Licht brennen, auch nachdem Sie einen Raum fertig besichtigt haben. Interessenten werden sich nicht zu einer Immobilie hingezogen fühlen, von der sie denken, dass es sich um ein dunkles Loch handelt.

Tipp 7: Lassen Sie Haustiere verschwinden

Wir sind davon überzeugt, dass Sie Ihre Haustiere lieben. Doch stellen sie ein Problem für die Besichtigung dar. Nicht jeder Interessent kommt gut mit Haustieren klar; sorgen Sie daher dafür, dass die Besichtigung ohne Störung durch herumlaufende Tiere erfolgen kann. Manche werden in der Gegenwart von Tieren nervös oder haben schlichtweg Angst, und das können Sie überhaupt nicht gebrauchen, wenn Sie gerade dabei sind, Ihre Immobilie zu präsentieren.

Tipp 8: Halten Sie alle Unterlagen bereit

Die Entscheidung, eine Immobilie zu kaufen, will reiflich überlegt sein. Je mehr Material Sie bereithalten, um Interessenten davon zu überzeugen, dass es sich bei Ihrer Immobilie um ein sicheres Investment handelt, desto besser. Zeigen Sie nur das, was der Interessent verlangt. Es wird sicher noch einen zweiten oder dritten Termin geben. Verschießen Sie Ihr ganzes Pulver nicht sofort, sonst haben Sie nichts mehr zum nachlegen. Mehrstufige Kommunikation hat sich bewährt. Der Kunde will dort „abgeholt“ werden, wo er sich informationstechnisch gerade befindet. Er will aber nicht von Material erschlagen werden.

Tipp 9: Instruieren Sie Ihren Immobilienmakler über Details

Sie kennen Ihre Immobilie und vor allem das Umfeld. Weisen Sie Ihren  Immobilienmakler auf Besonderheiten hin, denn auch diese weichen Faktoren können großen Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben.

Tipp 10: Lassen Sie sich Feedback geben

Wenn Sie Ihre Besichtigung beendet haben, fragen Sie die Interessenten nach einem Feedback. Seien Sie aber darauf vorbereitet, dass Sie als Privatperson nicht unbedingt die ganze Wahrheit zu hören bekommen. Manchen ist es unangenehm zu sagen, dass ihnen die Immobilie nicht gefällt. In diesem Fall finden Sie leider nicht heraus, woran genau es gescheitert ist. Diese Information ist für Sie aber sehr wichtig. Daher empfiehlt es sich, einen Immobilienmakler einzuschalten. Ihrem Makler sagen Interessenten viel häufiger, was sie stört. Der Makler wird aber auch von sich aus nach Kaufwiderständen zu fragen. Nur die Widerstände, die man kennt, können aktiv ausgeräumt werden. Und da gibt es von den Profis gleich noch eins obendrauf, um sich direkt eine Kaufzusage einzuholen. Was das ist und wie wir das machen, das verraten wir Ihnen aber nicht, denn es ist unser Wettbewerbsvorteil.

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